Blick in den Plenarsaal des europäischen Parlaments

Rückbllick: LandFrauen Pfalz zu Gast im Europäischen Parlament

Der LandFrauenverband Pfalz unternahm vom 10. bis 12. Mai 2026 auf Einladung der Europaabgeordneten Christine Schneider eine dreitägige Informations- und Begegnungsreise nach Brüssel. Insgesamt 47 Landfrauen aus der gesamten Pfalz nahmen an der Fahrt teil und erhielten dabei umfassende Einblicke in die europäische Politik, die Geschichte Europas sowie in das gesellschaftliche und kulturelle Leben der belgischen Hauptstadt.

Die Reise begann am frühen Sonntagmorgen mit der Abfahrt in Neustadt an der Weinstraße sowie einem weiteren Zustieg in Kaiserslautern. Mit einem Fernreisebus der Firma Hetzler Busreisen machte sich die Gruppe auf den Weg nach Brüssel. Nach der Ankunft bezogen die Teilnehmerinnen ihre Zimmer im zentral gelegenen Motel One Brüssel, das durch seine unmittelbare Nähe zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten in der Altstadt und europäischen Institutionen einen idealen Ausgangspunkt für das Programm bot.

Bereits am ersten Nachmittag stand ein ausführlicher Stadtrundgang durch die Brüsseler Altstadt auf dem Programm. Begleitet von zwei erfahrenen Stadtführern erkundeten die Landfrauen die historische Innenstadt mit ihren beeindruckenden Jugendstilfassaden, kleinen Gassen und bekannten Sehenswürdigkeiten rund um den „Grand Place“. Dabei erhielten die Teilnehmerinnen interessante Einblicke in die Geschichte der belgischen Hauptstadt, ihre kulturelle Vielfalt sowie die Bedeutung Brüssels als europäisches Zentrum. Der Abend klang bei individuellen Restaurantbesuchen und ersten gemeinsamen Gesprächen in der Altstadt aus.

Der zweite Reisetag stand ganz im Zeichen der europäischen Politik. Nach dem gemeinsamen Frühstück begab sich die Gruppe zum Europäischen Parlament. Dort erhielten die Teilnehmerinnen zunächst einen Einführungsvortrag über die Arbeitsweise und Aufgaben des Europäischen Parlaments. Besonders großes Interesse galt dabei den aktuellen Herausforderungen der Europäischen Union sowie den politischen Entscheidungsprozessen in Brüssel und Straßburg.

Im anschließenden persönlichen Gespräch mit Christine Schneider MdEP hatten die Landfrauen die Möglichkeit, Fragen zu europäischen Themen, zur Landwirtschaftspolitik, zur Entwicklung des ländlichen Raums sowie zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen. Christine Schneider gab zunächst, dies in pfälzischem Dialekt,  einen Einblick in ihren politischen Werdegang und wie sie durch Heiner Geißler, ihre politischen Einstieg bekam; durch ihre sehr nahbare Art und Weise, bot diese viele unterhaltsame Anekdoten aus ihrem politischen Leben.

Gruppenbild der Reisegruppe

Es entwickelte sich ein intensiver Austausch über die Auswirkungen europäischer Entscheidungen auf den Alltag der Menschen, auch in der Pfalz. Christine Schneider nahm sich viel Zeit für die Anliegen und Fragen der Teilnehmerinnen und betonte die wichtige Rolle der Landfrauen als gesellschaftliche und soziale Stütze im ländlichen Raum.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der Besuch des Plenarsaals des Europäischen Parlaments. Die Teilnehmerinnen konnten dort einen unmittelbaren Eindruck von dem Ort gewinnen, an dem politische Entscheidungen auf europäischer Ebene diskutiert und getroffen werden. Anschließend nutzte die Gruppe die Mittagspause rund um den Place Luxembourg und den Place Jourdan, bevor am Nachmittag das Parlamentarium besucht wurde. Das moderne Besucherzentrum vermittelte auf anschauliche und interaktive Weise die Geschichte, Aufgaben und Arbeitsweise der Europäischen Union.

Blick in den Plenarsaal des europäischen Parlaments

Am späten Nachmittag folgte eine Stadtrundfahrt durch Brüssel, bei der neben den europäischen Einrichtungen auch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt vorgestellt wurden. Die Landfrauen erhielten dabei einen umfassenden Eindruck von der Vielfalt und Internationalität der belgischen Hauptstadt. Der gemeinsame Abschluss des Tages fand auf Einladung von Frau Schneider bei einem Abendessen im traditionsreichen Restaurant La Brouette statt. In geselliger Atmosphäre wurden die Eindrücke des Tages ausgetauscht und vertieft.

Am dritten und letzten Reisetag besuchte die Gruppe das Haus der Europäischen Geschichte. Die moderne Ausstellung vermittelte eindrucksvoll die gemeinsame Geschichte Europas, historische Entwicklungen sowie die Entstehung und Bedeutung der Europäischen Union. Besonders die multimediale und interaktive Gestaltung des Museums stieß bei den Teilnehmerinnen auf großes Interesse.

Den Mittelpunkt des Hauses der Europäischen Geschickte bildet die beeindruckende Skulptur „Wortwirbel der Geschichte“. Es handelt sich dabei um eine 25 Meter hohe Installation aus einer Legierung aus Aluminium, die sich über sechs Stockwerke erstreckt. Es soll die Idee der „Einheit in Vielfalt“ widerspiegeln.

Ein weiterer Höhepunkt war der Haltestopp am Atomium; ein sehr beeindruckendes Bauwerk, das für die Weltausstellung 1958 errichtet wurde und heute eines der Wahrzeichen von Brüssel darstellt.

Die Reise wurde von allen Teilnehmerinnen als äußerst informativ, interessant und bereichernd empfunden. Neben den politischen Einblicken, standen insbesondere auch der persönliche Austausch, die Gemeinschaft sowie die Begegnungen mit anderen LandFrauen aus der gesamten Pfalz im Mittelpunkt. Die Fahrt nach Brüssel habe eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Europa für das tägliche Leben der Menschen sei und wie bedeutend der direkte Dialog zwischen Politik und Bürgerinnen und Bürgern bleibe.

Monika Kasserra, 2.Vizepräsidention des Landfrauenverbandes Pfalz bedankte sich im Namen des LandFrauenverbandes und aller Teilnehmerinnen bei Christine Schneider für die Einladung, die im Rahmen des europäischen Austausches finanziell gefördert wird.

Dank dem Reiseveranstalter Visitorgroups aus Berlin für die professionelle Planung und Betreuung vor Ort.

M.Kasserra u. C.Schneider

Monika Kasserra

2.Vizepräsidentin

LandFrauenverband Pfalz

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